Detoxing: Säure-Basen-Tabelle

Melonen mit Schinken und bunte Tomaten

Welche Lebensmittel tun mir gut und welche nicht? Um das herauszufinden durchsucht man das Internet und stöbert in sämtlichen Ernährungsratgebern. Das Ergebnis: Detoxing kann schon irritierend sein, denn jeder hat doch irgendwie eine andere Meinung. Eigentlich auch logisch, da jeder Körper anders auf Lebensmittel und auch auf eine Ernährungsumstellung reagiert. Wobei sich aber alle Ratgeber einig sind, ist die 80/20-Regel. Bei einer ausgeglichenen Ernährung geht es nicht darum rein basenbildende Lebensmittel zu sich zu nehmen. Säurebildende Lebensmittel können nach wie vor gegessen werden, nur etwas weniger. Genauer gesagt 20 Prozent, die restlichen 80 Prozent sollten basisch ausgerichtet sein.

Ok, dass Chips und Cola nicht basisch wirken, können wir uns denken, aber gibt es auch Lebensmittel die Säuren bilden, also weniger gut für den Körper sind, obwohl sie voller Vitamine und Nährstoffe stecken? Für einen ersten Überblick habe ich eine Tabelle aus dem Buch „Säure-Basen-Balance“ von Dr. med. Eva-Maria Kraske gefunden, sie ist eine Allgemein-Ärztin mit homöopathischen Hintergrund. Die Tabelle gibt eine hilfreiche Orientierung, um sich ein Bild von sauren und basisch wirkenden Lebensmittel zu machen. Doch auf den ersten Blick war ich schon verwundert, dass zum Beispiel Artischocken, Rosenkohl, Haferflocken oder Quark saure Lebensmittel sind. Um die Nährstoffe aus solchen Lebensmittel optimal heraus zubekommen, sollte man basenbildende Lebensmittel dazu kombinieren. Das bedeutet also nicht verzichten, sondern ausgleichen.

Die folgende Tabelle kann für den ersten Schritt zur Ernährungsumstellung zu Hilfe genommen werden, aber ausprobieren steht an vorderster Stelle. Denn auch basisch wirkende Lebensmittel verträgt nicht jeder. Deshalb auf den eigenen Körper hören und achten, denn wir haben nur einen.

Gemüse, Hülsenfrüchte, Pilze

Basisch
Algen Lauch
Auberginen Löwenzahn
Bleichsellerie Mangold
Blumenkohl Meerrettich
Bohnen Petersilie
Brokkoli Pfifferlinge
Chicorée Radieschen
Eisbergsalat Radicchio
Endivie Rettich (weiß)
Fenchel Rhabarber
Frühlingszwiebeln Rote Beete
Gurken Sauerkraut
Karotten Schwarzer Rettich
Kartoffeln Schwarzwurzel
Keimlinge/ Sprossen Spinat (roh)
Kohlrabi Steinpilze
Kopfsalat Topinambur
Knoblauch Weiße Bohnen (getrocknet)
Kräuter Weißkohl
Kürbis Zucchini
Eher neutral
Champignons Rotkohl
Erbsen (grün) Spinat (gekocht)
Feldsalat Tomaten
Grünkohl Wirsingkohl
Paprika Zwiebeln
Sauer
Artischocken Linsen
Erbsen (getrocknet) Mais
Gemüsekonserven Rosenkohl

 

Nüsse und Samen

Basisch
Haselnüsse Mandeln
Kürbiskerne Sonnenblumenkern
Eher neutral
Cashewkerne Pistazienkerne
Maronen Walnüsse
Sauer
Erdnüsse
Leinsamen
Sesam

 

Milch, Milchprodukte und Eier

Basisch
Eigelb Frischmilch
Buttermilch Molke
Eher neutral
Kefir Süßrahmbutter
Sahne (frisch) Vollei
Sauer
Crème Fraîche Mozzarella
Dickmilch Parmesan
Frischkäse Quark
H-Milch Sauerrahm/ -butter
H-Sahne Schmelzkäse
Käse

 

Früchte

Basisch
Ananas Kirschen
Apfel Kiwi
Aprikosen Mandarine
Avocado Mango
Banane Melone
Birne Mirabellen
Brombeeren Orange
Erdbeeren Pfirsich
Getrocknete Früchte Pflaumen
Heidelbeeren Stachelbeeren
Himbeeren Trauben
Johannisbeeren Zitronen

 

Getränke

Basisch
Kräutertee Schwarztee (lang gezogen)
Mineralwasser ohne Kohlensäure
Eher neutral
Getreidekaffee
Sauer
Alkoholische Getränke (z. B. Bier, Wein) Kaffee
Mineralwasser mit Kohlensäure Schwarztee (kurz gezogen)
Süße Limonaden (z. B. Cola)

 

Fleisch und Fisch

Sauer
Ente Lamm
Fisch Meeresfrüchte
Gans Pute
Hammel Reh
Hase Rindfleisch
Hühnerfleisch Schinken
Kalbfleisch Schweinefleisch
Kaninchen Truthahn

 

Getreide, Getreideprodukte und Ähnliches

Basisch
Buchweizen Sojamehl
Eher neutral
Amaranth Schrotbrot
Cornflakes ohne Zucker Vollkornbrot
Grünkern Vollkornprodukte
Hirse Vollkornreis
Weizenkeime
Sauer
Croissants Reis (poliert)
Gerste Nudel
Haferflocken Weißbrot
Knäckebrot Weizen (geschält)
Kommissbrot Weizengrieß
Maisstärke Auszugsweizenmehl
Mischbrot Zwieback (weiß)

 

Quelle: Säure-Basen-Balance von Dr. med. Eva-Maria Kraske, Gräfe und Unzer Verlag.

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