Food Market Hamburg: regionale Leckereien

Schokoladenstand, Pulled Pork Miniburger, Koch vom Hotel Sellhorn

Der Norden hat Geschmack: am 06. Und 07. September öffneten die Tore der Großmarkthalle für den Food Market Hamburg. Ganz nach dem Motto „Aus der Region für die Region“, bot der Markt frische Produkte, gesunden Zutaten für zu Hause und lecker duftende Gerichte an. In Kooperation mit der Zeitschrift „Der Feinschmecker“ richtete der Großmarkt Hamburg das Event nun zum neunten Mal aus und die über 120 Austeller setzten den kulinarischen Anspruch sehr hoch. Besucher hatten die Möglichkeit sich durchzuprobieren und sich neue Geschmäcker auf der Zunge zergehen zu lassen.

Gemüse und HonigWie schmecken Zitronengurken?

Unter den Obst und Gemüseständen gab es so einiges zu entdecken, denn Gurken sind nicht immer Grün. Am Stand von „Essbare Landschaften Holstein“ stand historisches Gemüse im Angebot. Darunter auch gelbe Zitronengurken mit frisch-knackigem und leicht saurem Aroma.  Der Vertrieb konzentriert sich vorrangig auf den Anbau von ursprünglichen und natürlichen Gemüsesorten, die nicht in Form, Farbe oder Geschmack optimiert werden. So wächst der Spargel auch mal krumm und die Karotte rund. Die Eigentümlichkeit des Gemüses wird bewahrt, somit ist der Geschmack naturbelassener als der von in Massen gezüchteten Gemüsesorten. Für außergewöhnliches Marktflair sorgten aber auch andere landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee, Fleisch und Wurstwaren, sogar Honig zeigte sich von seiner kreativen Seite. Oma Ida’s Honigspezialitäten ist ein schönes Beispiel, wie vielseitig Honig den Gaumen verwöhnen kann. Neben klassischen Sorten wie Lavendel-, Kornblumen- oder Thymianhonig machen besonders die ausgefallenen Kreationen Lust zu probieren. Sehr zu empfehlen sind die Honigsorten mit Waldmeister und Erdbeer-Vanille-Geschmack, die an das Eisschlemmen in der Kindheit erinnern. Aber auch Ingwer, Marzipan, Kirsche oder Toffee gaben Honig eine ganz neue Geschmacksfarbe.

Häppchen für Häppchen

Kreativität und Qualität machen das Essen erst zu einem Erlebnis. Diese Werte würdigten auf dem Food Market auch Restaurants, kleine Manufakturen, Bäckereien und Chocolatieren aus Hamburg und Umgebung. Ob mit Liebe verzierte Zuckerkekse von Henk und Henri Keksmanufaktur, die „Dicke Kumpels“ Kartoffelcreme-Suppe von Langhans, welche ohne industrielle Zusatzstoffe und auch ohne Zucker zubereitet wird oder das Steinpilz-Pesto mit Mandeln und Rosmarin von Flaschenwiese – guter Geschmack muss nicht von weit her kommen. An vielen Ständen merkte man wie wichtig den Herstellern die Verwendung von regionalen Zutaten für ein gutes Handwerk ist. Und viele Besucher schätzten auch die einfachen Dinge ohne viel Klimbim. So wie das Rauchmalzbrot von Steinmetz, reines Mehl und Malz geben dem Brot einen kräftigen Geschmack. Warm aus dem Ofen duftete es nicht nur lecker, das Brot schmeckte besonders knusprig und lud eine Traube an Menschen zum längeren verweilen am Probierkörbchen ein.

Eiskugeln mit ToppingDuft stieg auch aus dampfenden Töpfen und Pfannen. Vor den Augen der Besucher bereiten Spitzenköche norddeutscher Restaurants kleine Happen auf die Hand und feine Gerichte zu. Großer Geschmack im Miniformat bot das Restaurant Rolin aus Pinneberg mit seinem Pulled Pork Burger. Zart gezupftes Schweinefleisch im süß-rauchigen Saft auf hausgemachten Krautsalat. Eine wichtige Komponente für guten Geschmack ist auch Zeit, erst das langsame garen bei niedriger Temperatur veredeln das Fleisch. Slow Food wird hoffentlich nicht nur ein Trend sein.
Langsam aber deutlich bildete sich auch eine längere Besucherschlange an der Eistheke des Restaurants Vlet. Bei näherer Betrachtung wurde auch klar warum: Schietwetterteeeis, Roggeneis, Studenttenfuttereis, wann begegnen einem schon so kuriose Sorten. Aber das besondere Highlight war bestimmt das Franzbrötcheneis, welches viel zu früh leergeschlemmt wurde. Eine originelle Idee das süße Lieblingsbrötchen der Hamburger mal als Eiscreme zu kreieren. Und dazu die freie Wahl an Toppings, so wurde das Schlemmen zum reinen Vergnügen.

Wiedersehen macht Appetit

Für ein Wochenende wurde die Großmarkthalle in der Hansestadt zum Gourmet Treffpunkt. An vielen Ecken und Ständen schmeckte es nach guten Ideen. Als Besucher bekam man nicht nur Lust aufs schlemmen, sondern ließ sich auch inspirieren vielleicht in der heimischen Küche zu experimentieren und mal die ein oder andere besondere Zutat zu verwenden. Mit Lebensmitteln bewusst umgehen, sich Zeit nehmen und besonderen Wert auf regionale Lebensmittel legen: Das Gourmet Event hat bewiesen, dass auch die einfachen Dinge kulinarisches Potenzial haben. Neugierig sein, anfassen, probieren und genießen, das macht Vorfreude auf den 10. Food Market Hamburg im nächsten Jahr.

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