Food Trucks und Hamburgs veganer Revoluzzer

Vincent Vegan Food Truck und Burger

Sie rollen, sie rauchen und sie sind da wo der Hunger ist. Food Trucks mischen die Straßen auf. Jeder auf seine eigene Weise. Aber was macht Food Trucks so besonders?

What the truck?!

Burgertrucks rollen durch die Social Media Kanäle, locken mit viel nacktem Fleisch und begeistern nicht nur Foodporn-Fans. Frische Zutaten und hohe Qualität, das versprechen sie doch alle. Aber das spezielle an Food Trucks ist neben den kreativen Gerichten, wahrscheinlich ihre offene Art mit dem Konzept umzugehen. Einige sind vielleicht auch zu offen. Bei einem Besuch eines Burger-Truck-Pioniers kam auf die Nachfrage aus welchem Fleisch der Beef ( also Rind)-Burger ist, die Antwort: „Halb Rind, halb Schwein.“

Ob man sich langfristig im Geschäft halten kann, ist Geschmacksache. Denn trifft man den Geschmack der Zeit nicht, kann das Vergnügen nur von kurzer Dauer sein. In der amerikanischen Gastro-Szene sind Food Trucks seit einigen Jahren nicht zu unterschätzen. Das Imbiss-Wagen Image wurde mächtig aufpoliert. In Fernseh-Wettbewerben treten nicht nur Musiker gegeneinander an, sondern mittlerweile auch Food Trucks. Ultimate Miami ist einer dieser Contests, in dem nicht nur Sänger um den Recall batteln, sondern auch gestandene Food Trucker. In ihren meist kleinen Trailern stellen sie ihr kulinarisches Können unter Beweis. Dabei gleicht das zubereitete Essen auf den Tellern der gehobenen Küche in Gourmetrestaurants. Aufwendig dekorierte Burritos mit geheimen Soßen oder Red Velvet Waffeln mit knusprigen Hähnchenflügel. Eine Jury entscheidet wer am Ende das saftige Preisgeld mit nach Hause nehmen darf.

Es ist längst kein Trend mehr, sondern gehört einfach dazu. Und auf der Straße wird der Erfolg entschieden. Kreativ sein, auffallen und auf jeden Fall was deftiges bieten – nur so kann man wohl in der Szene mithalten. Das Trucker-Leben ist nun mal hart. Und Deutschland will jetzt mitziehen. In vielen deutschen Großstädten haben sich die rollenden Gourmetstationen bereits einen Namen gemacht. Wo genau sie stehen wird über Facebook oder Twitter bekannt gegeben. Im Gegensatz zu den USA, ist es hier ziemlich schwer eine Genehmigung für den Verkauf von Essen auf öffentlichen Straßen zu erhalten, daher stehen die kulinarischen Gefährten auf Privatparklätzen vor großen Unternehmen, vor Museen oder sie sind auf Straßenfesten und Wochenmärkten zu finden.

Food Trucker spezialisieren sich meist auf ein bestimmtes Gericht, daher gibt es auch mal Sandwiches, Burritos, Kartoffelpuffer oder Maultaschen. Einfach und lecker, das kommt auf der Straße an. Auf www.foodtrucksdeutschland.de gibt es einen Überblick über sämtliche Food Trucks in ganz Deutschland. Und es werden immer mehr. Mit dabei Vincent Vegan aus Hamburg.

Codename: Vincents Vegan Wagon

Veganer Burger und SüßkartoffelpommesSeit einiger Zeit rollt Vincent Vegan durch die Hamburger Straßen. Einen Viertelpfünder oder Royal mit Käse wird man hier nicht finden. Denn der Auftrag von Vincent Vegan ist es die pflanzliche Ernährung zu verbreiten. Deshalb steht veganes Fast Food auf dem Speiseplan: Der Veganizer, ein Burger mit Patty aus Seitan dazu Feldsalat, Champignons, Tomate, gebratene Zwiebeln und das Highlight ist die hausgemachte Senfsoße. Ein Biss vom Veganizer und man schmeckt Hühnchen! Für einen Fleischesser, der noch nie Seitan probiert hat, ist es zunächst irritierend in etwas reinzubeißen was nach Geflügel schmeckt, obwohl es eine Pflanze ist. Aber, gar nicht mal so schlecht. Mein persönliches Highlight sind jedoch die Süßkartoffelpommes mit der Senfsoße. Extrem lecker, extrem knusprig und bloß nicht teilen. Für Wurstfans gibt es Brat- oder Curryvurst, diese bestehen ebenfalls aus Seitan. Genug Vleisch also! Schön wäre allerdings eine Alternative für den Fleischersatz auf Weizenbasis.

Fazit: Vincent Vegan hat Coolness-Faktor, Humor und grüne Ideen, die schmecken. Wer jedoch Gluten nicht verträgt, für den ist V-Burger und Vurst wohl eher nichts. Aber für die Veganisierung Hamburgs und auch die Sweet Fries mit Soße, sollte es auf jeden Fall einen (erneuten) Besuch wert sein.

Hier geht’s zur Facebook-Seite von Vincent Vegan.

Geschmack belebt das Geschäft und nur wer das Zeug zum echten Food-Trucker hat, schafft es auf der Straße. Locker bleiben, cool, aufgeschlossen sein und das gewisse Etwas bieten. So macht man hungrige Mägen glücklich.

Comments are closed.