Rosenkohlknödel mit Steinpilzsauce & Tipps für Anfänger

Knödel Rezept mit Rosenkohl selbst gemacht

Jetzt ist die richtige Zeit für was Deftiges. Rosenkohl, Knödel und Pilze machen unseren Bauch seit kurzem sehr glücklich. Deshalb erzählen wir heute mal ein bisschen was über Bitterkeit und vor allem was wir beim Knödel machen alles  gelernt haben.

 

Rosenkohl

Geschmack ändert sich

Und das ist auch gut so. Ein gutes Beispiel an dem man das erkennen kann, ist Rosenkohl. Als Kind haben wir oft das bitter schmeckende Gemüse an den Tellerrand geschoben, in der Hoffnung, dass es niemand merkt. Denn bitter war einfach nicht lecker. Als Erwachsener aber empfindet man bitter nicht mehr als ekelhalft. Im Gegenteil herbe Aromen haben unseren Geschmackshorizont ziemlich erweitert. Jedoch verschmäht nicht jedes Kind Rosenkohl. In einem Vortrag über Food und Flavourpairing haben wir gelernt, dass schon eine werdende Mutter den Geschmack des Kindes beeinflussen kann. Werden während der Schwangerschaft bitter schmeckende Lebensmittel, wie beispielsweise Oliven gegessen, kann das Kind  eine geringere Sensibilität gegenüber bitter schmeckendem Essen entwickeln. So gibt es auch Kinder die Rosenkohl durchaus mögen. Das heißt je eher einem unterschiedliche Geschmäcker begegnen, umso besser. Wäre uns das auch nur mit Knödeln so gegangen.

 

Wichtige Knödel Tipps

Die kugelige Beilage haben wir früher so ziemlich unterschätzt. Liegt nur schwer im Magen rum und hat kaum Eigengeschmack. Diese Denkweise hat sich Gott sei Dank seit unserem Prag-Trip bei uns geändert. Semmelknödel in Biersauce ist zwar ein schlichtes Gericht, zergeht aber auf der Zunge und ist unser liebstes Soulfood geworden. Seitdem haben wir uns vorgenommen, Knödel mal selber zu machen. Und auch das haben wir etwas unterschätzt, denn Knödelteig  zubereiten sowie das Formen, braucht viel Feingefühl. Deshalb haben wir hier unsere drei Tipps für Knödel-Anfänger mal zusammengefasst:

  1. Wenn man sich für die Variante Halb und halb entscheidet, dann sollten die rohen Kartoffeln sehr fein gerieben werden. Sehr fein. Sonst hängen unschöne Fäden beim Aufkochen heraus und der Knödel bekommt eine faserige Konsistenz.
  2. Knödel mit leicht feuchten Händen formen. Sind die Hände zu nass, wird auch der Teig zu feucht und lässt sich nur schwer zu einer runden Form rollen. Die Hände vorher zu bemehlen, ist ebenfalls hilfreich. Auch der Teller oder die Arbeitsplatte auf die die Knödel gelegt werden, sollte leicht nass oder bemehlt sein. Hier ein gutes Beispiel für Tipp 1 und 2:
  3. Knödel machen Rezept und TippsFür das Aufkochen einen möglichst breiten Topf wählen, damit die Knödel ausreichend Platz haben. Auch nicht zu viele Knödel auf einmal ins kochende Wasser geben. Lieber in kleineren Portionen arbeiten. Es empfiehlt sich vorher einen Testknödel zu garen. Fällt er auseinander, lieber noch etwas Grieß in den Knödelteig geben. Ist die innere Konsistenz zu trocken, den Knödel noch weiter garen lassen. Falls der Knödel zu fest ist, kann noch etwas Milch den Teig elastischer machen.

Einige Knödel später:

Knödel selber machen Rezept

Gar nicht mal so schlecht, oder? Mit dem letzten Ergebnis waren wir sehr zufrieden und können es nur empfehlen, mal selbst auszuprobieren. Denn wenn man den Dreh erst einmal raus hat, klappt das Knödel drehen wie am Schnürchen.

Wir wünschen guten Appetit!

 

Rezept: Rosenkohlknödel mit Steinpilzsauce

Zutaten

  • Knödelrezept mti Rosenkohl und Pilzen1 kg Kartoffeln
  • Rosenkohl nach Belieben
  • 1 Ei
  • Grieß
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Muskat
  • 15 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Bier
  • evtl. etwas Gemüsebrühe
  • 300 ml heißes Wasser
  • Kresse oder Petersilie

Zubereitung

  1. Steinpilze im heißen Wasser aufweichen. Rosenkohl putzen und vom harten Strung befreien. In einem Topf mit etwas Wasser und Muskat bissfest garen.
  2. Kartoffeln schälen, eine Hälfte der Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser weich kochen. Danach abkühlen lassen und zerstampfen. Die andere Hälfte der Kartoffeln fein reiben. In einem Geschirrtuch die geriebene Kartoffelmasse geben und soviel Flüssigkeit wie möglich auspressen. Dabei den Kartoffelsaft auffangen. Kartoffelmasse mit etwas Salz, Peffer, Ei sowie etwas von dem Kartoffelwasser in eine Schüssel geben. Gut vermischen und anschließend die zerstampften Kartoffeln untermischen bis eine einheitliche Masse entsteht.
  3. Rosenkohl vierteln und etwas auseinander zupfen. Unter den Knödelteig heben. Falls der Teig zu nass ist, etwas Gries hinzugeben. Knödel formen und in leicht gesalzenem Wasser aufkochen. Sobald die Knödel gar sind, steigen sie im Wasser auf, eventuell etwas am Topf rütteln.
  4. Für die Sauce Zwiebeln und Knoblauch in feine Würfel schneiden. In einer Pfanne mit etwas Butter glasig anbraten. Steinpilze aus dem Wasser nehmen, leicht ausdrücken und mit in die Pfanne geben. Ein bis zwei Minuten anbraten. Mit etwas Bier und dem Steinpilzwasser ablöschen. Die Sauce bei niedriger Hitze weiterköchlen lassen bis sich die Flüssigkeit etwas reduziert hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Beim Anrichten der Knödel und Steinpilzsauce mit etwas Kresse oder fein gehackter Petersilie garnieren.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Kochzeit: 40 Minuten

Portionen: für 2 Personen

Rezept Knödel selber machen Tipps mit Rosenkohl und Steinpilzen

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