Taste of London: Deftiges Frühstück,The Shard & Lobster-Fest

Reisetipps London Essen gehen

London macht hungrig. Bei unserem kurzen Trip in die englische Hautstadt im Januar waren wir viel unterwegs und haben so einiges für uns entdeckt. Zum Beispiel scheinen Lobster Rolls auch hier schwer angesagt zu sein und auf Food-Märkten geht es immer deftiger zu. Daher wollen wir heute mal über unseren liebste Märkte, Food-Spots und wo man den schönsten Ausblick über London erlebt, erzählen.

 

Breakfast Club London

London Breakfast Club Pfannkuchen Eier FrühstückFür einen langen und lebhaften Tag in London, ist ein gutes Frühstück sehr wichtig. Und wenn sich einer mit Frühstück auskennt, ist das mit Sicherheit der Breakfast Club. Den ganzen Tag werden hier die Pancakes geflippt, Eier pochiert und Smoothies gemixt. Vor allem die Pancakes sind ein Traum aus fluffigem Teig, Beeren, Ahornsirup und einer Art Vanillebutter. Sehr empfehlenswert, aber auch eine sehr üppige Portion, die man nicht unterschätzen sollte. Nicht weniger üppig sind auch die Eggs Benedict mit cremiger Hollandaise Sauce und Spinat auf knusprig getoasteten Brötchen. Ein Klassiker, der hier sehr lecker umgesetzt wird. Die Eier sind schön weich gekocht mit flüssigem Eigelb, so wie es sein soll. Schade finden wir nur, dass es bei den Brötchen und auch bei den Pancakes keine Vollkorn-Variante oder Alternative gab.
Wir hatten aber noch etwas Platz im Bauch und wollten unbedingt noch den Frühstück-Smoothie mit Beeren probieren. Optisch auf jeden Fall ein Hingucker, aber geschmacklich leider etwas fad. Vielleicht sollten wir zu einer wärmeren Jahreszeit dem Smoothie nochmal eine Chance geben. Denn unser London-Trip war Mitte Januar, also nicht gerade die Hochsaison für Beeren. Alles im allen lohnt sich aber ein Besuch im Breakfast Club, auch wenn man sich draußen vor dem Restaurant auf eine lange Warteschlange einstellen muss. Das gute dabei ist aber, dass der Hunger währenddessen größer und größer wird. Die ordentlichen Portionen sind dann genau das richtige. Wir empfehlen den Breakfast Club nahe der London Bridge, denn von dort aus lässt sich gut eine Sightseeing Tour starten. Eine besondere und relativ neue Sehenswürdigkeit liegt auch gar nicht so weit entfernt.
www.thebreakfastclubcafes.com

The View from The Shard

Shard London Tipps AussichtDen Schönsten Ausblick über die gesamte Stadt, hat man im „The Shard“. Das gläserne Gebäude ist das höchste in Westeuropa und wird als Londons neues Wahrzeichen gehandelt. Seinen Namen verdankt das Gebäude seiner Form, denn von außen betrachtet erinnert der spitze Bau an eine Scherbe (engl.= Shard). Für bildaffine Menschen ist die Aussichtsplattform im „The Shard“ wirklich etwas Besonderes. In 244 Meter Höhe schweift der Blick bis zu 65 Kilometer weit und auf der 68sten, 69sten sowie der 72sten Etage genießt man eine Aussicht auf alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten Londons. Tower Bridge, St. Paul’s Cathedral, Big Ben, London Eye und weitere berühmte Denkmäler sowie Attraktionen, lassen sich alle in einem Panorama-Rundgang erfassen. Sightseeing mal von einer anderen Perspektive aus. Zugegeben der Besuch im „The Shard“ ist nicht ganz günstig. Mit 26 Pfund für Erwachsene schon recht teuer, aber im Schnitt vergleichbar mit den Eintrittspreisen für andere Sehenswürdigkeiten. Dazu kann der Besuch durchaus zeitlich geplant werden, wir würden auch empfehlen entweder sehr früh den Sonnenaufgang oder relativ spät den Sonnenuntergang zu genießen. Die Webseite vom „The Shard“ informiert auch ganz gut über die Sonnenauf- und Untergangszeiten. Noch ein Tipp, der vielleicht etwas zu viel des Guten ist, aber dennoch zu empfehlen ist, ist die Toilette. Das schönste stille Örtchen, das wir je erlebt haben.
www.theviewfromtheshard.com

Burgertime auf dem Borough Market

London Reisetipps Borough MarketSightseeing macht hungrig. Wie praktisch, das ganz in der Nähe vom „The Shard“ sich Londons beliebtester Food Market befinden. Der Borough Market ist wohl kein großer Geheimtipp mehr, aber trotzdem immer wieder einen Rundgang Wert. Frisches Obst und Gemüse, leckere Säfte, Brownies, frisch gebackenes Brot – das Foodie-Herz wird hier so einiges begehren. Wir waren einmal zum Frühstück und einmal für einen Mittagssnack auf dem Borough Market. Und wie sollte es auch anders sein, beide Male konnten wir den Burgern nicht widerstehen. Der Stand von Boston Sausage bietet einen leckeren Breakfast Burger mit Wurstpatty, Spiegelei, Hollandaise Sauce und Spinat. Definitiv etwas zum Teilen und gemeinsam genießen. Mal etwas anderes, besser gesagt was exotischeres bietet „The exotic meat company“. Wie man am Namen erkennen kann, bietet dieser Stand außergewöhnliche Fleischsorten an. Bestseller sind die Straußensteaks oder auch Straußenburger. Das Fleisch stammt von der Gamston Wood Ostrich Farm in Nottinghamshire. Wir haben uns dann guter Überlegung auch für den Straußenburger entschieden. Das Fleisch schmeckt wirklich anders, sehr intensiv und fest, aber nicht zäh. Zusammen mit Senf, Mayonnaise, Cranberry Sauce, Blattsalat und karamellisierten Zwiebeln, ist der Burger wirklich lecker. Schade nur, dass das Brötchen sehr pappig schmeckt und eine langweilige Weizenmehl Variante ist. Nichtsdestotrotz finden wir die Idee und die Auswahl am Stand sehr mutig. Neben dem beliebten Strauß, gibt es nämlich auch Fleisch vom Känguru, Krokodil, Bison oder auch Springbock. Es mag nicht jedermanns Sache sein und gerade beim Fleisch versuchen wir so gut es geht auf die Herkunft zu achten. Deshalb sind wir lieber beim regional gezüchteten Straußenfleisch geblieben, auch wenn uns die anderen Sorten durchaus angesprochen haben.
boroughmarket.org.uk

Charmanter Maltby Street Market

London Maltby Street Market Ropewalk FoodDen Stadtteil Bermondsey belebt seit einiger Zeit ein besonders lässig-leckerer Food Market. Am Südufer der Themse, genauer gesagt zwischen der Maltby Street und der Millstream Road gibt es auf dem sogenannten Ropewalk einen Street Food Market, der weniger touristisch ist und frisches Essen von lokalen Anbietern auftischt. Zwar ist der Maltby Street Market wesentlich kleiner als der Borough Market, aber durch das vielseitige Angebot braucht sich der junge Food-Spot absolut nicht verstecken. Honig aus der Region, frische Brote und Kuchen, warme Waffeln, gegrilltes Hühnchen, Steaksandwiches oder frisch gefüllte Pitabrote, hier kann man in Ruhe schlendern und genießen. Auf einer Seite befinden sich die Food-Stände unter den Bögen einer Bahnbrücke, das sorgt auf gewisse Weise für Gemütlichkeit, obwohl man sich direkt auf der Straße befindet. An einem Ende ein kleines Cafè sowie Restaurant und ein großer Einrichtungsladen mittendrin, verleiten zum Stöbern und Zeit verweilen. Der Maltby Street Market besitzt auf jeden Fall seinen eigenen Charakter, zumal auch jedes Wochenende andere Food-Stände für unterschiedliche Geschmäcker sorgen. Da lohnt sich am besten ein Blick auf die Facebook-Seite, auf der die aktuellen Öffnungszeiten und bevorstehenden Highlights gepostet werden. Wir empfehlen viel Zeit und Hunger mit zubringen.
www.facebook.com/maltbystreet

Smack Lobster Roll

Smack Lobster Roll LondonEinen Snack auf die Hand gibt es in London aber nicht nur auf den Food-Märkten. In Soho, ganz in der Nähe von Covent Garden, gibt es bei Smack unglaublich leckere Lobster Rolls. Und das in unterschiedlichen Varianten. Zwischen zwei mit Butter gerösteten Briochehälften, gibt es Lobster entweder klassisch nach hauseigenem Rezept, California-Style mit Tomaten, Gurke, Avocado-Mayonnaise, Limette und Schnittlauch, mexikanisch mit Chipotle Sauce, Jalapenos, Mais und Weißkohl oder auch die Variante Seven Samurai mit japanischem Gewürz, eingelegtem Ingwer, Weißkohl sowie Frühlingszwiebeln. Wer lieber auf das Brötchen verzichten will, kann das saftige Lobster Fleisch auch mit einem Avocado- oder Couscoussalat bestellen. Aber ob im Brötchen oder mit Salat, beides kostet jeweils 10 Pfund und ist damit für Londoner Verhältnisse sehr erschwinglich. Die Idee von Smack stammt von den gleichen Gründern, die auch mit der Restaurant-Kette Burger & Lobster in London sehr beliebt sind. Mit den Lobster Rolls ist es jedoch das Ziel, das eigentlich teure Seafood möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Qualität steht dabei an erster Stelle, denn bei Smack besitzen die Lobster dieselbe Herkunft wie ihre Artgenossen, die in den Restaurants serviert werden. Aus Neuschottland (Kanada) werden die Lobster hauptsächlich bezogen. Außerhalb der Saison kommen die Lobster aus Maine (USA). Unter Einhaltung der strengen Nachhaltigkeitsregelungen, wird vor allem Wert auf wild lebende Lobster gelegt. Wir können dem nur Vertrauen und vom Geschmack her, ist der Lobster bei Smack auch wirklich gut. Die Konsistenz ist sehr fleischig und zart. Die Rolls sind auch reichlich mit Lobsterfleisch belegt, so dass man von einer Portion auch satt wird. Vor allem in der Variante California hat es uns am besten geschmeckt.
smacklobster.com

Lobster Fest im Big Easy

London Big Easy Restaurant Lobster Shack Review Wer Lobster lieber im Ganzen bevorzugt, der sollte im Big Easy vorbeischauen. Das rustikale Restaurant ist Bar B. Q. und Crab Shack in einem und immer sehr gut besucht. Am besten geht man in der Woche im Big Easy essen, denn wer am Wochenende keinen Tisch reserviert hat, kann sich schon mal auf eine Wartezeit von über einer Stunde einstellen. Für Seafood-Fans empfehlen wir das Lobster-Fest. Dabei steht ein ganzer Lobster, ein Lobster Roll oder Lobster Mac’n’Cheese zur Auswahl. Dazu wird frischer Salat und Hollandaise Sauce oder Zitronen-Knoblauch-Butter gereicht. Wenn schon denn schon, wir haben im Big Easy einen ganzen Lobster bestellt und haben es nicht bereut. Sehr zarte Konsistenz und saftiges Fleisch. Für die Zubereitung werden die Tiere dampfgegart, aufgebrochen und lediglich mit etwas Butter bestrichen. Auch hier stammen die Lobster aus Neuschottland (Kanada). Schlicht, einfach und rustikal. Auch der Salat zum Lobster war wirklich lecker mariniert und hatte guten Biss. Nur die Zitronen-Knoblauch-Butter war etwas zu viel des Guten und ist unserer Meinung nach auch unnötig. Wer kein Problem hat mit den Händen und Plastiklätzchen um den Hals zu essen, wird das Lobster Fest genießen. Auch die Atmosphäre ist entspannt und locker, dabei haben wir ebenfalls ein Auge auf die Einrichtung geworfen. Dunkles Holz, maritime Vintage-Accessoires und Industrie-Lampen haben genau unseren Geschmack getroffen.
Um sich mal etwas zu gönnen, ist das Big Easy genau richtig. Besonders wenn man in großer Runde unterwegs ist, lassen sich die ordentlichen Portionen gut miteinander teilen, so dass jeder mal was probieren kann.
bigeasy.co.uk

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