Tasty März: Zuckeralternative, Blütentee & Geschmacks-Weltreise

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In der letzten Zeit haben drei Produkte sich zu unseren besonderen Lieblingen entwickelt. Da sie gut in den Frühling passen und uns zu neuen Ideen inspirieren. Deshalb haben wieder ein bisschen was zu erzählen.

Mesquite Pulver – der neue Superzucker?

Mesquite Pulver Test EmpfehlungJa auch der wachsende Superfood-Trend zieht an uns nicht einfach so vorbei. Momentan scheinen Supermärkte und Drogerien vor Chia, Acai, Matcha & Co. nur so zu blühen. Auch bei unserem Besuch auf der Veggie World in Hamburg, haben wir das große Angebot bemerkt. Am Stand von Pure Raw ist uns das Mesquite Pulver aufgefallen. Es ist eine Art Süßungsmittel mit Karamellgeschmack sowie leichtem Kokos- und Schokoladenaroma. Da alle drei Geschmäcker genau unserem Beuteschema entsprechen, mussten wir das Mesquite Pulver natürlich genauer unter die Lupe nehmen.
Der Mesquitebaum ist aus besonderem Holz gemacht, das vor allem unter den BBQ-Fans sehr beliebt ist. Das Hartholz verleiht Grillfleisch eine rauchige Süße. Aber nicht nur das Holz ist aromatisch, am Mesquitebaum wachsen auch Süßhülsenbohnen, die sich zu feinem Pulver vermahlen lassen. Ihren Ursprung hat die hülsentragende Frucht aber nicht in unseren kalten Breitengraden, sondern in warmen und trockenen Gebieten Südamerikas wie auch im Südwesten der USA. Es wird auch als Peruanisches Carob bezeichnet. Indianer nutzten das pudrige Lebensmittel zum Süßen und auch ähnlich wie Mehl zum Binden. Den Anfang als Superfood machte das Mesquite Pulver vor allem in Amerika. Bio- und Naturkostläden stockten ihr Sortiment mit dem feinen Pulver auf, da es eine sehr gesunde und pflanzliche Alternative zu Zucker ist. Denn im Vergleich zu weißen Zucker soll Mesquite Pulver reich an Proteinen sein. Bei dem Produkt von Pure Raw entfallen etwa 11 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Mesquite Pulver. Raffinade oder Puderzucker enthalten so gut wie gar kein Eiweiß. Dazu besitzt Mesquite Pulver einen niedrigen glykämischen Index und ist eine gute Quelle an löslichen Ballaststoffen. Das heißt es wird langsamer verdaut und lässt den Blutzuckerspiegel nicht auf und ab steigen. Dazu soll es reich an Calcium, Eisen, der Aminosäure Lysin, Mangan, Zink und Kalium sein. Tja, das klingt tatsächlich nach Superfood. Aber wofür kann Mesquite Pulver eigentlich genutzt werden und schmeckt es überhaupt? Wir haben selbst mal recherchiert und die Geschmacksprobe gemacht und fassen unser Ergebnis mal hier zusammen.

Anwendung:

  • Schon ein Teelöffel reicht aus, um Tee, Smoothies oder andere Getränke zu süßen.
  • Für Desserts, die nicht gebacken werden ist Mesquite Pulver ideal, da es so fein ist und sich in Flüssigkeit sehr leicht auflöst.
  • Beim Backen kann Mehl bis zur Hälfte durch Mesquite Pulver ersetzt werden. Dadurch reduziert sich auch die Zugabe von Zucker. Empfehlenswert ist zunächst ¼ des Mehls durch Mesquite Pulver auszutauschen und erstmal zu experimentieren. Denn jedes Mehl besitzt auch unterschiedliche Eigenschaften.
  • Zu unserer Freude ist Mesquite Pulver eine optimale Alternative zu Puderzucker. Da sich das Superfood zum süßen und binden eignet, können Frostings oder Cremes mit dem feinen Pulver gesünder zubereitet werden.

Tasting: Nach unserer Geschmacksprobe ist Mesquite Pulver wenig süß, eher malzig wie dunkles Karamell. Ganz leichte Noten von Kokos und Schokolade sind tatsächlich herauszuschmecken. Im Nachgang macht sich ein bitterer Geschmack bemerkbar, der aber angenehm ist.

Trend hin oder her, alles im allen sind wir froh, eine neue Zuckeralternative gefunden zu haben. Vor allem bei Cupcake-Frostings sind wir schon gespannt, ob sich das Mesquite Pulver bewährt.

Flohmarktfund: A Taste of the World

Williams Somona Kochbuch RezepteEs muss nicht immer um die allerneuesten Produkte gehen. Wir stöbern auch unglaublich gerne auf Flohmärkten nach alten Rezeptbüchern und hübschen Dingen für die Küche. Ein neues Fundstück, dass sehr inspirierend und auch mal etwas anderes ist, ist das Rezeptbuch „A taste of the world“ von Williams-Somona. Die Amerikanische Marke ist bekannt für Geschirr, Küchengeräte, Kochutensilien und auch Kochbücher. Das Buch „A taste of the world“ beschäftigt sich eigentlich mit der Frage: Was isst die Welt? Und das hat es uns sehr angetan. So ist das Buch nicht einfach nur eine Sammlung internationaler Rezepte. Vielmehr geht es um Lebensmittel, die rund um den Globus vorkommen. Aber in jedem Land unterschiedlich zubereitet werden. Ein Ei wird beispielsweise in Amerika gerne zum Frühstück gegessen. Ob scrambled, hartgekocht oder mit knusprigen Speck, viele Amerikaner starten so ihren Tag. In Frankreich kommen jedoch nur selten Eier auf den Frühstückstisch. Pochiert mit grünem Spargel, serviert man Eier oft als Vorspeise oder als leichtes Mittagessen. Italiener servieren hingegen ihre würzigen Frittatas gerne als Abendessen.

Es geht also um Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede und dass guter Geschmack verbindet. Denn schon durch den Aufbau verdeutlicht das Buch, dass regionale Küchen zwar einzigartig, aber gar nicht so weit voneinander entfernt liegen. So ist „A taste of the world“ nicht nach Ländern oder Regionen unterteilt, sondern nach Zutaten. Daher sieht man zum Beispiel das Rezept für ein mexikanisches Garnelen-Gericht mit Orangen-Zesten und Tequila, neben einer malaiischen Zubereitung von Shrimps in der Schale und mit Tamarinde. Die Kapitel reichen von getrockneter Pasta, zu Fleisch, Milchprodukten, grünes Gemüse bis hin zu Schokolade. Dabei beginnt jedes Kapitel mit einer Übersicht darüber, wie die Zutaten in unterschiedlichen Kulturen und Zeiten verwendet wurden. Wer gerne auf andere Teller schaut und sich von internationalen Klassikern wie indische Chapati, deutsche Kräuterspätzle oder thailändisches rotes Entencurry inspirieren lassen möchte, dem können wir dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Frühlingstee: Jasminblüten mit Grünem Tee

Grüner Tee mit JasminblütenÜberall sieht man sie wieder blühen, Krokusse, Narzissen und Tulpen. Frühling ist auf jeden Fall die Zeit der Blumen. Im Unterbewusstsein hat uns das wohl dazu verleitet, öfters zum Grünen Tee mit Jasminblüten zu greifen. Als Mitbringsel von unserer Istanbul-Reise, liegt der blumig duftende Tee schon seit längerem bei uns im Küchenschrank. Aber wir sind erst seit kurzem dazu gekommen ihn ausgiebig zu genießen. Flower Teas oder Blütentees gibt es zwar auch hier bei uns, aber so richtig wahrgenommen haben wir die duftenden Tees auch erst auf unserer Reise nach Istanbul . Auf dem Ägyptischen Bazar sind Jasmin- oder Rosen-Tees auch kaum zu übersehen oder zu überriechen. Besonders effektvoll sind die abgebundenen runden Jasmin Blüten. Übergießt man diese mit heißem Wasser, öffnen sie sich in voller Blüte. Macht sich sehr hübsch in Teegläsern. Geschmacklich überzeugt, hat uns aber wie gesagt, ein grüner Tee mit kleinen Jasminblüten. Das milde und leichte Aroma passt wunderbar in die Frühlingszeit. Auch die Blüten und Grüntee-Blätter sind in ihrer Form noch erkennbar. In einem Tea-Tasting haben wir mal gelernt, dass das ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist. Das beruhigt auf jeden Fall unser Bachgefühl. Und im Sommer werden wir bestimmt mal die ein oder andere eisgekühlte Variante genießen.

So blumig wie wir diesen Beitrag beenden, so sehr freuen wir uns auf die kommenden hoffentlich wärmeren Monate. Damit wünschen wir allen einen schönen Frühling!

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